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CANADA/BC, SEPTEMBER 2014

Im September 2013 habe ich echte Sternstunden am Upper Copper erlebt, das möchte ich unbedingt wiederholen.

Der Upper Copper ist ein kleiner Fluss von optimaler Größe. Ich mag breite Flüsse, weil man dort mit etwas Gespür die Topstellen finden kann, und meist kommt der Biss dort, wo man ihn erwartet. Die Breite ist bei den meisten Zügen so, dass man mit einem guten Wurf an die andere Seite kommt. Das Wasser ist oft nicht viel tiefer als einen Meter. Man findet also mit Floating oder Intermediate-Schusskopf und einem längerem Vorfach meist das Auslangen. Eine Schusskopf mit leichtem Sinktip reicht auf jeden Fall.

Ich habe wieder bei Stan Doll, Skeena Wilderness Fishing Charters, gebucht, weil ich letztes Jahr sehr zufrieden war und weil Stan ein wirklich sympathischer Typ ist. Ich habe auch wieder in seinem Haus mein Einzelzimmer gebucht.

Dieses Jahr bin ich eine Woche früher dran. Ich hoffe auf besseres Wetter und wünsche mir einen klaren Kalum und Skeena River. Letztes Jahr waren die beiden Flüsse ja teils unbefischbar wegen Hochwassers bzw. trüben Wassers. Ich erinnere mich an Regen, Regen und noch einmal Regen. Ich habe meine Reise so geplant, dass ich acht Fischtage habe, davon fünf Tage mit Helikopter.

12.09.2014

Am ersten Fischtag, 12.09., geht es an den Kalum. Das Wasser ist zwar nicht klar aber gut fischbar. Es regnet den ganzen Tag, und so packe ich meine Kamera auch kaum aus. Es gibt also keine Fotos von diesem Tag. Ich fange zwei Silverlachse und einen alten, hässlichen King, aber leider keine Steelheads. Die guten Pools und Züge sind voll von alten Kings, was mir nicht gefällt.

13.09.2014

Am 13.09. gehe ich mit Stans Sohn an den gut befischbaren, ziemlich klaren Skeena.

Ich fische nicht besonders gern an großen Flüssen. Cory bringt mich auf einige gute Stellen, die bissverdächtig aussehen. So fange ich dann auch meine erste Skeena Steelhead.

Der Unterschied zwischen einer Skeena Steelhead und einer Steelhead aus einem Seitenfluss ist offensichtlich: Die Fische im Skeena sind frisch, meist den ersten Tag im Fluss, oft voller Seeläuse und Kampfkraft.

Der Drill ist beeindruckend, auch wenn es nur ein 4,5 Kilo-Fisch ist.

Schade, dass ich die nächsten Tage am Skeena keine weitere Steelhead-Chance bekomme, um das auszukosten.

14.09.2014

Am 14.09. geht es mit Cory und Mike als Guides mit dem Helikopter zum Upper Copper. Dort sind noch zwei weitere Helikopter, und wir sehen zwei Angler mit dem Schlauchboot. Das Wetter ist traumhaft schön. Am Upper Copper bleiben wegen der anderen Angler nicht viele Stellen vor mir unbefischt, aber ich fange trotzdem vier Steelheads, zwei verliere ich. Damit bin ich natürlich sehr zufrieden.

15.09.2014

Am 15.09. geht es wieder an den Upper Copper. Diesmal allein mit Matt, dem Hubschrauberpiloten, der auch ein leidenschaftlicher und sehr guter Steelheader ist.

Wieder ein super Tag! Ich fange fünf Steelheads und verliere drei weitere!

16.09.2014

Am 16.9 bin ich mit Stan und Mike und zwei Italienern am Lower Skeena. Leider fange ich nur einige Cutthroads und Dollies, Steelhead-Biss habe ich keinen. Mauro fängt eine schöne Steelhead und verliert eine.

17.09.2014

Weil der Lower Copper am Vortag durch den Regen schon trüb kam, vermuten wir, dass der Upper Copper auch getrübt ist. Deshalb fliegen wir zum Upper Nass, wo man auch nur mit dem Helikopter hinkommt. Mauro und Marco sind dabei, Matt ist unser Pilot und Guide.

Der Nass ist ein super Fluss mit idealer Größe, man findet dort Bilderbuchzüge. Der erste Zug, den wir über eine Stunde befischen, bringt keinen Fisch. Wir fliegen dann stromauf und sehen, dass der Fluss zunehmend trübe ist. Eine ganz kleine Steelhead fange ich noch, das war es dann für diesen Tag. Der Fluss wird fast unfischbar, das Wetter hat uns einen Streich gespielt.

Der Flug von Skeena zum Upper Nass ist auf Grund der langen Flugzeit (90 Minuten pro Strecke) sehr teuer. Beim nächsten Mal würde ich ein Zelt mitnehmen und einmal übernachten.

18.09.2014

Am 18.09. geht es wieder mit Matt und Kelly (jüngster Sohn von Stan) zum Upper Copper. Obwohl der Regen nicht nachlässt und der Lower trüb ist, geht es am Upper Copper noch halbwegs zum Fischen.

Das Wasser ist leicht getrübt aber super fischbar. Ein anderer Hubschrauber aus Smithers ist schon vor Ort. Besser wir fischen wenig bekannte Stellen als den anderen zwei Heli-Gruppen hinterher zu fischen. Gesagt, getan. Wir fischen kleine Züge und Pockets. – Siehe da! Ich fange sechs Steelheads und verliere noch drei weitere im Drill.

19.09.2014

Am letzten Tag möchte ich noch einmal zum Upper Copper. Am Morgen am Helikopterplatz müssen wir wegen des Nebels erst einmal abwarten. Als es sich etwas auflichtet, versuchen wir es, drehen dann aber beim Überfliegen der Mündung von Copper und Skeena um: Der Copper kommt total braun.

Zurück am Landeplatz holt mich Cory ab und bringt mich zum Skeena, wo ich mit Stan und zwei Amerikanern den letzten Tag verbringe. Zum Abschluss habe ich zwar keine Steelhead aber zwei Silberlachse.

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