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COSMOLEDO & ASTOVE, NOVEMBER 2014

Im Februar 2014 war ich zum ersten Mal auf Cosmoledo/Astove – die Reise zusammen mit Helmut Alleze war unvergesslich. Wir hatten Glück mit dem Wetter, bis auf wenige kurze Gewitter war es immer schön. Und das Wichtigste: Das Fischen war einfach grandios!

Helmut und ich hatten besprochen, dass wir die Reise 2015 gemeinsam wiederholen würden. Aber ich war gefangen von den tollen Erlebnissen und Begegnungen mit den ersten GTs. Das Fischen im Surf auf Astove hat mich einfach in den Bann gezogen: Innerhalb weniger Sekunden ist man mitten im Gewimmel vieler, auch sehr großer GTs. Wenn der erste große GT am Haken ist und die Post abgeht, explodiert der Adrenalinspiegel.

Momente, die unvergesslich sind! Und ein Gefühl, das jeden Salzwasser-Fliegenfischer süchtig macht. Die Folge: Ich musste ganz einfach im Herbst noch einmal auf die Seychellen fliegen.

Ausschlaggebend für meine Entscheidung war, dass die Life Aboard-Expedition auf der Maya Dugong nur noch ein einziges Mal stattfinden sollte. Die letzte Möglichkeit, drei verschiedene Atolle – Assumption, Cosmoledo, Astove – in einer Woche zu befischen! Alle, mit denen ich gesprochen habe, bedauern das sehr.

Derzeit werden auf Astove eine Landebahn und eine kleine Lodge gebaut. Dort ist dann für sechs Angler Platz. Auf Cosmoledo wird das gleiche ein Jahr später stattfinden.

Meine Anreise verläuft wieder ohne Probleme.

Etihad bringt mich rechtzeitig nach Mahe, wo ich eine Nacht im Crown Beach Hotel verbringe. Am nächsten Morgen treffe ich am ITC Hangar meine Kollegen für diese Woche.

Mit einer Zwischenlandung in Alphonse fliegen wir direkt weiter nach Assumption. Nach der Ankunft zu Mittag gehen wir gleich aufs Boot, wo ich meine Einzelkabine beziehe und mich gleich wieder heimisch fühle.

Die Gruppe ist gemischt und sympathisch: eine nette amerikanische Familie mit einer fischereibegeisterten Mutter, die einige GTs landen sollte; lustige Londoner, mit denen es immer was zu lachen gibt und ein Paar aus Oberösterreich.

Ohne weitere Umschweife geht es mit dem Fischen los. Am ersten Tag auf Assumption lande ich schon drei GTs.

Mir kommt vor, dass das Angeln auf Cosmoledo dieses Mal besser ist als im Frühjahr. Auf den Flats finden sich immer GTs, und so habe ich ein paar außergewöhnliche Tage mit vielen guten Fischen: Auf Cosmoledo allein fange ich über 40 GTs und auch einige andere interessante Riffbewohner.

Astove ist dagegen dieses Mal weniger gut. Ich wollte meine Surferlebnisse vom Frühjahr wiederholen – es kam aber anders.

Die Flut ist nicht so stark, die großen GTs kommen kaum in den Kanal bzw. nicht so nahe ans Ufer. So fange ich zwar sehr viele kleine GTs und unzählige Bluefins aber keine richtig großen GTs. Eine nette Abwechslung sind die vielen Bonefische in der Lagune, und auch einiges Andere geht mir an den Haken.

Vom Boot aus habe ich ein paar schöne Erlebnisse, zum Beispiel dieses:

Ich habe einen kleinen Red Snapper im Drill auf meiner 16er, er kommt mir schon müde vor und ich glaube, dass ich ihn nur mehr hochpumpen muss. Da spüre ich plötzlich einen extrem harten Ruck, und innerhalb einer Sekunde zieht der Fisch unter dem Boot durch.

Meine 16er bricht in der Mitte ab!

Ich drille den Fisch weiter mit der abgebrochenen Rute und dann mit der Schnur in der Hand. Was für eine Überraschung: An der Fliege hängen zwei Fische! Das Rätsel ist gelöst: Schuld am starken Ruck ist ein riesengroßer Grouper.

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