EN
DESROCHES, SEYCHELLEN, MÄRZ 2014

Meine Frau Monika und unsere Tochter Anna waren mit dem Osterurlaubsziel vom Vorjahr sehr zufrieden waren, und so haben wir beschlossen, nochmal auf Desroches auf den Seychellen zu buchen. Die Insel ist wunderschön, der Service, das Essen und die Unterkunft sind First Class.

Und: Wir haben uns alle wieder pudelwohl gefühlt! Das Wichtigste: Anna hat gleich Freunde gefunden. Geht’s den Kindern gut, geht’s den Erwachsenen gut! Relaxen von der ersten Stunde an!

Als Fliegenfischer hatte ich den Wunsch, diesmal einen Sailfish und eventuell auch wieder einen Permit auf Fliege zu fangen. Ich hatte aber auch zwei meiner Carpenter Ruten und die Stellas dabei, um eventuell am Außenreef ein paar GTs usw. zu poppen.

Bei der ersten Ausfahrt auf Sailfish hatte ich zwei Sails hinter dem Boot. Einen konnte ich gleich haken, habe den Fisch aber beim zweiten Sprung verloren. Eine weitere Chance habe ich schlicht vergeigt.

Bei der zweiten Ausfahrt klappt es: Ich fange meinen ersten Sailfisch auf meiner selbstgebauten Fliege mit Cam Sigler Popperhead. Besonders spannend ist es, wenn der Sail hinter dem Boot ist und versucht, die Teaser zu kriegen bzw. dann die Fliege attackiert. Und man ist live dabei!

Der Drill war anfangs spannend – man spürt viel Kraft und Geschwindigkeit und sieht den Sail mehrmals komplett aus dem Wasser springen. Am Ende aber liegt der Sailfisch an der Oberfläche, und man pumpt ihn mehr oder weniger zum Boot. Ein wunderschöner, majestätischer Fisch! Einer mehr in meiner Sammlung.

Das Boot buchte ich für sechs halbe Tage und einen Ganztagesausflug nach Poivre. Bei den Bootsauflügen fange ich mit der Fliege Bonitos, Haie, Wahoos, Rainbow Runners und einige schöne Reef-Fische.

Manchmal ziehen wir mit dem großen Katamaran los. Moni und Anna sind dann auch dabei. Einen Ausflug mache ich gemeinsam mit Mark, einem Londoner Rechtsanwalt, dessen Familie wir kennengelernt haben. Mark fängt beim Schleppen einen super Wahoo.

Das Schöne an Desroches ist auch, dass man auf der Insel mit der Fliegenrute eine Runde machen kann. So gehe ich manchmal gleich nach Sonnenaufgang, wenn meine Familie noch schlummert, für die eine oder andere Stunde fischen. Bonefish sind dabei schwierig, es gibt nur einzelne, sehr scheue Fische. Ich fange aber doch hin und wieder einen.

Dabei sehe ich öfters Permits, aber außer einem sehr kleinen mit 20 cm kann ich keinen überlisten.

Es hatte auf Desroches einen Wal angeschwemmt, der an einem schönen Strandabschnitt liegt und fürchterlich stinkt. Tigersharks wittern den Wal und kommen bis zum Ufer, um Fleischstücke herauszureißen.Ich fotografiere den Wal kurz bevor das Management den Strandabschnitt wegen der Haie sperrt und schließlich den Wal ins offene Meer hinaus schleppt.

Einen Tag verbringe ich mit Mark auf den Flats auf St. Joseph, wo wir einige Bones fangen.

Schließlich fahre ich als Ganztagesausflug nach Poivre, weil ich eigentlich einen Permit fangen möchte. Als wir in Poivre ankommen, sehen wir Möwenschwärme und Yellowfins beim Jagen an der Oberfläche.

Das bringt uns zuerst von unserem Plan, auf die Flats zu gehen, ab. Ich habe beim ersten Wurf schon einen Biss und fange einen Bonito. Dann habe ich gleich einen Yellowfin oder Doggi mittlerer Größe am Haken. Bald bemerken wir aber, dass wir größere Fische nicht landen können, denn es wimmelte vor Haien und Doggies, die uns die gehakten Fische vom Haken fressen, sobald sie vom Drill müde sind. Wir stellen das Fische ein, es hat keinen Sinn.

Mit meiner GoPro konnte ich kurz das Treiben unter Wasser festhalten.

Das Flatfischen vor Poivre ist dann interessant. Ich fange ein paar Bones, und wir sehen auch drei richtig große Permits, aber immer, wenn wir nahe an Wurfdistanz kommen, verschwinden sie. Permits sind sehr schwer zu überlisten.

Bei Ebbe gehen wir wieder aufs Boot und entscheiden noch, am Reef zu poppen. Ich fange dann noch zwei schöne GTs.

Mehrmals erkenne ich einen Schwarm Permits. – Schön, so was zu sehen! Sobald ich aber eine Fliegenrute wurfbereit habe, sind sie auch schon wieder verschwunden. Einmal kann ich es mit der GoPro festhalten.

ALLE BILDER DIESER REISE