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ARGENTINIEN: JURASSIC LAKE, JÄNNER 2014

Die lange Anreise nach Argentinien/ Tierra del Fuego hat es in sich. Die ganzen Strapazen für nur sechs Angeltage am Rio Grande? Nein! Helmut Alleze, mein Münchner Angelfreund, war noch nie am Jurassic Lake. Einmal muss man dort gewesen sein, und so beschließen wir, vor dem Rio Grande noch dorthin zu reisen. Größe und Anzahl der Rainbows am Jurassic sind wirklich einzigartig.

Die Anreise ist wie erwartet wieder extrem strapaziös: Die Fahrt von El Calafate mit dem Pickup zum See dauert nach wie vor sieben bis acht Stunden und geht über Stock und Stein. Die ersten beiden Tage sind wir allein in der Lodge, dann kommen zwei amerikanische Ehepaare und die Loop-Leute aus Schweden.

UNTERKUNFT

Abends ist das Essen meist in Ordnung; richtig gut wenn es Barbecue ist. Das Frühstück ist diesmal leider sehr bescheiden und einfach. Natürlich muss man nicht Hunger leiden, aber es ist eher Camp-Essen als Lodge-Essen.

Die Unterkunft ist zweckmäßig. Die Toiletten sind meist nicht sauber, die Duschen renovierungsbedürftig. Die Duschräume sind unbeheizt, teilweise kommt das Wasser nur tropfenweise daher, die Temperatur ist nur schwer zu regulieren: Das Wasser ist entweder kochend heiß oder aber eiskalt.

DAS FISCHEN

Die Fischerei ist diesmal ganz anders als das letzte Mal, als ich im November am Jurassic Lake war. Damals war der Wasserstand des Flusses hoch, und ich konnte den Rio Barrancoso einige Kilometer nach oben befischen, denn bei hohem Wasserstand wandern die Rainbows den Fluss nach oben. Ich erinnere mich: Es war eine Wahnsinns-Flussfischerei mit großen Fischen in einem kleinen Gewässer.

Diesmal ist der Fluss nur im unmittelbaren Mündungsbereich zu befischen, die guten, frischen Fische fangen wir nur im See. Wir haben ja nur drei Angeltage, und so ist das nicht weiter schlimm: Wir können uns diese Tage am See so richtig austoben und haben tolle Erfolge.

Wir fangen sehr viele kapitale Regenbogen. Es scheint, dass mein Freund Helmut das Glück mit den Großen gepachtet hat: Er bring wirklich ein paar richtige Brocken ans Land. Meistens haben wir super Wetter mit dem üblichen starken Wind, dafür haben wir aber oft einen sagenhaft schönen, blauen Himmel.

DIE FLIEGEN

Der Wooly Bugger läuft diesmal nicht so gut. Meist ist es besser, mit kleinen Nymphen und fein zu fischen. Erfolgreich sind: weiße Wooly Bugger, Prince Nymphen Hakengröße 6-8 und diverse Rubberleg Nymphen 4-6

Wir haben unseren Spaß. Nach den drei Tagen freuen wir uns dann auf die kommende Woche am Rio Grande. Die Rückfahrt vom Camp nach El Calafate und der Weiterflug nach Ushuaia verlaufen planmäßig.

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