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ARGENTINIEN: RIO GRANDE, JÄNNER 2014

Während der drei Angeltage am Jurassic Lake hatten wir unglaubliches Glück. Jetzt freuen wir uns aber auf das Searun-Fischen am Rio Grande.

Die Reise vom Jurassic nach El Calafate verläuft wie geplant. Nach einer Nacht in El Calafate geht es Aerolinea Argentinia weiter nach Ushuaia. In Ushuaia fehlt Helmut zunächst ein Gepäcksstück, das drückt auf die Stimmung. Eine halbe Stunde später taucht es auf, die Welt ist wieder in Ordnung. Ein bekanntes Gesicht, Genaro, holt uns am Flughafen in Ushuaia ab und bringt uns nach Rio Grande.

Auf der Estancia M.Behety zeigt uns Genaro das Schafscheren. Er ist gerade die Zeit der Schafschur, für uns sehr beeindruckende Bilder.

ESTANCIA MARIA BEHETY

Der Lodge Estancia Maria Behety kann man nur das beste Zeugnis ausstellen. Die Unterkunft, das Essen und die Belegschaft sind einfach First Class. Man fühlt sich dort einfach sauwohl, jeder Wunsch wir dem Gast erfüllt. Besser kann man eine Lodge nicht führen. Wir sind eine lustige Truppe und verstehen uns prächtig. Außer mir und Helmut sind vorwiegend Amerikaner, Engländer und ein Schotte dabei.

DAS ANGELN

Der Wasserstand ist ähnlich wie letztes Jahr, also eher auf der niederen Seite. Deshalb war Fischen mit eher kleinen Nymphen angesagt: vorwiegend Aurelia Prince, EMB, Beauty Camilla in eher kleineren Größen in den Farben chartreuse und orange. Ich hatte aber auch viel Erfolg mit meinen kleinen Atlantic Lachs-Edelstahltuben, was mich besonders freute.

Die Vorwochen waren nicht sehr erfolgreich, nicht zuletzt wegen starker Regenfäll, erzählen uns die Guides, aber während der letzten Tage wurde es zunehmend besser, und der Fluss hat sich wieder aufgeklart. So sind wir zuversichtlich, eine gute Woche erwischt zu haben.

26.1.2014

Wir legen einen guten Start hin! Vor allem Helmut, der das erste Mal am Rio Grande fischt: Nach ein paar Würfen hat er ein 22 Pfund-Männchen am Haken und landet diesen super Fisch auch. Später stellte sich heraus, dass dies sein schwerster Fisch der Woche sein wird. Ein echter Prachtfisch!

Ich fange am ersten Morgen am Pool Antonias (ehemalig Andrew) fünf Stück, alle zwischen 13 und 16,5 Pfund, weitere drei verliere ich. Helmut fängt zwei: das 22 Pfund-Männchen und ein 15 Pfund-Weibchen, zwei weitere verliert er. Ein super Morgen! Unsere Kollegen in der Lodge fangen kaum etwas, wir haben also auch den richtigen Pool. Am Nachmittag sind wir auf Beat 6 und 7, wo ich noch zwei und Helmut noch eine kleine Searun fängt. Helmut verliert außerdem noch einen vielversprechenden Fisch. Also ein super Starttag!

27.01.2014

In der Früh fischen wir mit Guide Genaro am Platz 30 Moneta, einer meiner Lieblingsplätze der letzten Jahre. Allerdings: Dieses Mal ist er schwierig. Ich fange 2 kleinere Searuns, Helmut hat leider nichts am Haken. Also im Vergleich zu den Vorjahren eher eine Enttäuschung. Abends geht es zu Platz 15 gleich unter der Lodge. Dort habe ich vier Fische, drei davon die letzten 15 Minuten.

28.1.2014

Morgens gehen wir zu Platz 24 Julia. Ich fange zwei schöne Searuns und verliere drei weitere. Helmut verliert auch einen Fisch und verliert einen. Für Julia gut, denn Julia war dieses Jahr im Jänner nicht gut gelaufen. Abends fangen wir noch jeder eine Searun am Platz 16.

29.1.2014

Am Morgen sind wir auf Platz 27 und 28 zusammen mit Guide Pocket. Es ist nur eine Stelle gut, denn der Platz ist bei niederem Wasserstand ziemlich limitiert. Wir fischen circa. 150 Meter Pool in Rotation. Helmut verliert einen super Fisch, ich fange zwei Stück, eine mit 17 Pfund. Abends geht es zu Platz 31, dort fange ich dann vier Fische bis 15 Pfund.

30.1.2014

Heute ist Federico Molinolo, der Headguide, angesagt. Mit Federico habe ich normalerweise immer meine Sternstunden. Wir fischen morgens Arturo. Ein echter Topplatz, es sind auch viele Fische zu sehen. Helmut fängt drei, ich eine und verliere zwei. Abends fange ich noch fünf Fische und Helmut drei. Wieder ein super Tag!

1.2.2014

Mit Novel geht es zu Platz 13 und 14 in der Nähe der Lodge. Ich mag diese Pools unter der Lodge nicht besonders. Der Fluss ist dort eng und fließt eher langsam. Ich habe keine gute Erinnerung an diese Pools aus den letzten Jahren. Im Pool Veinte habe ich aber dann Fisch auf Fisch und fange sechs Searuns. Helmut geht es dann am Pool Augustin etwas besser. Er fängt dort zwei Fische, einen mit 16 Pfund.

Am Innesita verliere ich einen echten Superfisch: Ich hänge mit meiner Schnur am Grund fest! Das ist mir am Rio Grande noch nie passiert.

Am Nachmittag am Platz 16 Pool Pozon del Medio (Middle Pool) fange ich zum Abschluss noch fünf Searuns und Helmut zwei.

Die Fischerei ist dieses Jahr ausgezeichnet, wir sind beide sehr zufrieden. Für mich ist es von der Anzahl der Fische her gesehen – 37 Searuns – das beste Jahr am Rio Grande.

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